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Vier-Wehren-Übung in Rieste: Vermisste Personen schnell und patientenschonend gerettet.

Die Ausarbeitung der Übung oblag in diesem Jahr dem Riester Ortsbrandmeister Sven Kramer. Damit es auch für alle anrückenden Kräfte genug zu tun gibt, hatte Kramer ein spannendes Szenario ausgearbeitet. Bei Arbeiten im Werkstattbereich mit einem Schweißgerät ist es durch einen technischen Defekt zu einer starken Rauchentwicklung in der Werkstatt und dem angrenzenden Torhaus gekommen. Drei Personen können die Gebäude nicht mehr eigenständig verlassen. Auf Grund einer ungewollten Sauerstoffzufuhr kommt es zu einer Durchzündung im Dachbereich. Der Herbststurm treibt das Feuer auf ein angrenzendes Waldstück und bedroht weitere Stallgebäude.

Und während sich die Brandschützer aus Rieste und Hesepe auf das Feuer im Torhaus und die Suche nach drei vermissten Personen konzentrieren, versuchen die Feuerwehrleute aus Sögeln und Epe, den Waldbrand zu löschen und die angrenzenden Stallgebäude zu retten.

Während die ersten beiden vermissten Personen relativ schnell und unverletzt aus dem Gebäude gerettet werden können, stellte sich die Rettung der dritten vermissten Person für die Retter als sehr schwierig heraus. Das Opfer lag mit Rückenverletzungen in einem in der Scheune abgestellten Holzboot und hatte sich beim dem Sturz aufgespießt. Ganz offensichtlich ragte ein langer Nagel aus dem blutenden Oberschenkel des Mannes.

Keine leichte Aufgabe für Angriffstruppführer Tobias Frommhagen und seine Kollegen von der Heseper Wehr, die den jungen Mann in dem verrauchten Gebäude zwar schnell fanden, aber nicht so einfach ins freie bringen konnten. Das Opfer musste aufgrund seiner Verletzungen patientenschonend aus seiner misslichen Lage zu befreit werden. Doch auch diese Aufgabe lösten die Brandschützer sehr gut, wie der stellvertretenden Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde Bersenbrück, Tim Schulte, der als Übungsbeobachter eingeteilt war, bei der anschließenden Manöverkritik im Riester Feuerwehrhaus den Feuerwehrleuten attestierte.

Text und Fotos: Henning Stricker

 

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